Im Taekwon-Do gibt es verschiedene Abläufe, wie man Techniken ausführen kann. Grundgerüst ist hierbei die natürliche Bewegung des Menschen, die in einer sinusähnlichen Form abläuft.

 

  • Entspannungsphase: Vor Ausführen einer Technik werden kurz sämtliche Muskeln gelockert, damit für die anstehende Technik mehr Geschwindigkeit aufgebaut werden kann. Dadurch sinkt der Körper etwas ab, weil auch die Kniee nicht mehr vollständig durchgestreckt sind.
  • Bewegungsablauf: Anschließend wird die Technik ausgeführt. Der Körper geht nach oben, indem z.B. das Knie des Standbeines beim nach vorne Laufen wieder stärker durchgedrückt wird, wenngleich die Kniee leicht gebeugt bleiben.
  • Anspannungsphase: Diese Phase ist quasi lediglich das Ende des Bewegungsablaufs. In der Abwärtsbewegung wird der gesamte Körperschwerpunkt wieder nach unten verlagert, was zusätzliche Masse mit in die Technik bringt. Am Ende der Technik werden sämtliche Muskeln wieder kurz, aber intensiv angespannt, wobei eine kurze Ausatmung unterstützend mitwirkt.

Im Ergebnis wird hierdurch mehr Bewegungsenergie erzeugt, die die ausgeführte Technik deutlich verstärken soll. Dies ist wichtig, weil ein kräftiger Schlag nicht nur durch pure Kraft erzeugt wird, was die physikalische Gleichung "Kraft = Masse x Beschleunigung²" verdeutlicht.